Paso del Agua Negra, 4750m Höhe

Um nicht noch mal den Pass nach Mendoza nehmen zu müssen, entscheide ich mich, erst mal weiter auf der chilenischen Seite auf der Panam Richtung Norden zu fahren. Richtung Norden fahren hört sich für uns Europäer erst mal so an, dass das Klima kühler wird und irgenwann die Polargrenze kommt. Aber auf der südlichen Halbkugel läuft es entgegengesetzt und die Äquatorsonne kommt näher …. und es wird wärmer und wärmer.

Vom Pass Agua Negra hatte ich bereits in den Reiseforen gelesen und als Tipp von Travellern als“ must see Hightlight“ bekommen. Also nix wie hin.

Um den Pass in Angriff nehmen zu können, bietet sich eine Übernachtung in Vicuna an. Vicuna ist auch bekannt als Sternwarte … und soll den klarsten Himmel in SA bieten. Ich frage mich, wie das wohl gemessen bzw. festgestellt wurde. In Vicuna gehe ich seit längerem mal wieder aus, um etwas zu essen. Im Restaurant „Club social de Elqui“ siehts gut und gemütlich aus. Sogar mit blau leuchtendem Weihnachtsbaum … Als ich so meine Pizza esse, höre ich an einem etwas entfernten Tisch deutsche Stimmen. Das macht mich doch neugierig und ich gehe mal rüber und nehme Kontakt auf. Die Überraschung ist groß und am Tisch sitzt eine ganze Gruppe Berliner, die auf Urlaubstour in Chile sind. Sie laden mich ein, doch zu ihnen an den Tisch zu kommen und schon ist der Plausch in vollem Gange. Es war ein schöner und lebendiger Abend. Was es nicht alles für Zufälle gibt … 🙂

Am anderen Morgen gehts früh los, um den Pass Agua Negra zu stürmen. Mit 4750m Höhe schon eine Herausforderung und die Grenzabfertigung soll um 17:00 schließen. Die Täler auf der chilenischen Seite sind wunderschön und die Felsmassive zeigen sich in den verschiedensten Farben. Einfach super schön. Alles in Allem konnte ich den Pass gut überqueren. Die Luft war zwar schon etwas dünne, mächtig kalt und windig, aber ein schönes Gefühl kommt schon auf, es geschafft zu haben. Auch Betty ist ohne Mucken gelaufen und ist da hoch geschnurrt wie ein Kätzchen.

Und weiter gehts auf der argentinischen Seite. Auch hier werde ich belohnt mit eindrucksvollen Panoramen und Wüstenlandschaften.

Noch ein kleines Schlußwort: Nach langer Zeit bin ich wieder dazu gekommen, an meinen Reiseberichten zu arbeiten und das Erlebte nieder zu schreiben. Es war so viel los und es gab so viele nette Kontakte und Abende, dass ich einfach keine Zeit gefunden habe, zu schreiben. Also, wenn es mal wieder eine längere Pause im Blog gibt, dann versteht es so, es geht mir gut …

4 Antworten auf „Paso del Agua Negra, 4750m Höhe“

    1. Liebe Susanne,
      danke für die guten Wünsche. Glückwünsche nehme ich immer gern an.
      Dir / Euch wünsche ich auch eine gute Zeit und hoffentlich demnächst mal life in gemütlicher Runde

  1. Moin Jupp, einzigartige Landschaften — 4750 m sind schon eine Ansage , mein rechtes Bein juckt schon — naja, ob mein Oldi das auch schaffen würde ??
    Panoramen die man sonst nicht sieht .
    Dir weiterhin alles Gute und eine schöne Zeit.
    Klaus aus dem Norden.

    1. Klaus, so wie ich Dich kenne, ist Dein Oldi im Topzustand.
      Ist ja Winterzeit, da hattest Du bestimmt Zeit mal den Schraubenschlüssel oder den Hammer in die Hand zu nehmen…

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