Die Carretera Austral

Kleines Roadmovie aus Sicht eines Motorradfahrers über die Carretera Austral.

In etlichen Reiseblogs und Reiseberichten hatte ich über diese Straße  gelesen. Da die Wetterbedingungen im südlichen Teil Chiles sehr wechselhaft bzgl. Sonne und Regen sind und ich aus den Berichten wusste, dass die Straßenverhältnisse nicht einfach zu fahren sind, muß ich mich wohl auf einiges gefasst machen. Der erste Tag in Chaiten fing schon mal mit Dauerregen an. Landschaft genießen klappt bei Regen nicht so gut, daher gleich mal eine Pause eingelegt.

Auf der Insel Chiloe hatte ich einen amerikanischen Biker getroffen, der schon seit 4,5 Jahren in fast allen Ländern der Welt unterwegs gewesen ist. Da wir mit ähnlichem Tempo reisen, passt es ganz gut, ab und an zusammen zu fahren. Mit Matthew konnte ich so den Regentag kurzweilig im Hostel verbringen und wir hatten uns einiges zu erzählen.

Von Chaiten war mein erstes Ziel auf der Carretera der Pumalinpark. Dieser Park ist schon etwas Besonderes.  Douglas Tomkins, ein Multimillardär aus den USA, hat eine große Waldfläche vom Staat Chile gekauft,  diesen Park gegründet und die  Renaturierung in einem umfangreichen Vertrag mit dem Staat Chile festgeschrieben. Heute ist der Regenwald wieder in seinen natürlichen Zustand zurück geführt ohne wirtschaftliche Nutzung. In dem Nationalpark gibt es  ausgewiesene Campingplätze, die kostenlos genutzt werden dürfen, auch der Eintritt ist kostenfrei. Da das Wetter bilderbuchmäßig war, konnte ich einen ruhigen Tag im Park verbringen und Zelten.

Begegnungen und Erfahrungen
Die Carretera ist nicht nur eine verkehrstechnische Anbindung des Südens von Chile, sondern sie wird auch viel von Touristen bereist, die diese Strecke als Backpacker, als Radfahrer, mit dem Motorrad, Auto oder Wohnmobil entdecken möchten. Dadurch ergaben sich immer wieder nette Kontakte und Begegnungen, die mir Abwechslung gegeben und gut getan haben. Es ist schon interessant, welche Menschen mir da so begegnet sind, von Bankern oder einem hochrangige Manager eines Immobilienkonzerns aus M-Dax, ein ehemaliger Vize Finanzmanager der Lehmann Brothers, Weltreisende …

Neben diesen Begegnungen ist für mich die Natur zu erleben, das Wichtigste und hier bin ich mehr als nur auf meine Kosten gekommen. Auch galt es die ein oder andere fahrtechnische Herausforderung zu meistern. Ich will nicht verschweigen, dass ich auch einen kleinen Sturz zu verzeichnen hatte und hab ihn mal spaßeshalber so eingeordnet: Betty war wohl müde und hat sich kurzerhand einfach am Straßenrand hingelegt. War ok ;).

In Rio Tranqueo haben mich die Marmorhöhlen begeistert, die in ihrer Größe und Pracht wunderschön anzusehen sind. Es gab noch etliche Hightlights, die ich aber nicht alle aufzeichnen möchte oder kann.

7 Antworten auf „Die Carretera Austral“

  1. Hallo lieber Josef
    ein gesegnetes, frohes Weihnachtsfest wünsche ich Dir.
    Sehr beeindruckende videos. Von Deinen Fotos bin ich sehr beeindruckt. Alles Gute auf allen Wegen!
    Herzlichst Evelin Schuster

    1. Liebe Evelin, danke für die Weihnachtsgrüße. Auch Dir ein frohes Fest und gute Tage.
      Schön, dass Dir die Blogbeiträge gefallen.

    1. Hi Otmar, ich wünsche dir ebenfalls schöne Weihnachtstage. Stimmt, mit den Geschenken unterm Weihnachtsbaum ist es dieses Jahr wohl nix. Durch SA touren ist aber auch ein schönes Geschenk und dann noch mit dem Motorrad … Herzlichste Grüße

  2. Wieder wunderbare Bilder! Spannend, welche Weltenbummler du triffst. Das war auf den anderen Reisen etwas weniger, oder? Gut, dass Betty nur ein Nickerchen gemacht hat- ich wünsche dir weiter eine gute Fahrt!!

    1. Die Natur ist so schön, sodass es leicht fällt,eindrucksvolle Bilder zu machen.
      Hab glaube ich einen besseren Reisemodus gefunden,sodass Begegnungen besser möglich sind.Betty war nach dem Nickerchen wieder Putz munter (powernapping)

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